Samstag, 29. Dezember 2007

Neulich im Wald...

In der Nähe von Leipzig, in der Nähe von Grimma, da gibt es einen einzigartigen Wald. Eigentlich könnte es solche Art von Wald überall da geben, wo Waldwirtschaft schon seit Jahrhunderten ihren Platz hatte. Doch im Tümmlitzwald, da haben Heimatschützer (sic!) (nicht die aus den Staaten) all das erhalten können, was sonst seit der Jahrhundertwende oder schon vor Jahrhunderten anfing zu vermodern und einzustürzen. So kann man hier alte Tongruben, Sprengstoffbunker oder durch die Pest verschuldete Wüstungen (verlassene Ortschaften) mit wieder ausgegrabenen Fundamenten bewundern.

Während wir in diesem Naherholungsgebiet im Muldetal herumstapften fiel uns vor allem ein Hinweisschild auf: "Im Jahr 1984 holten Thälmannpioniere und FDJler der Ernst Thälmann Oberschule diesen Findling aus dem Tümmlitzwald. Er wurde am Eingang der Schule aufgestellt und mit einer Plakette versehen. Im Jahr 1992 schafften Heimatschützer diesen Findling wieder an seinen Fundort zurück und entfernten die Plakette."

Als ich das las, fielen mir die Schuppen von den Augen... stimmt, in der DDR hatte jede vermaledeite Kleingartensparte, die den Namen eines Widerstandskämpfers trug, solch einen Findling in ihrer Mitte, mit Blumenrabatte geschmückt und mit Gussplakette am prominenten Ort. Vielen Schulen hatten einen Stein auf ihrem Grundstück, zu eben selben Zwecke. Aha, der Ethnologe in mir sah eine Querverbindung zwischen Sozialismus und glacialer Serie. Die Geltscher aus dem Norden bringen Felsgestein in die Niederungen. In Tibet auch ist es der König aus dem Norden, der die Erde beherrschen wird. Wilde Assoziationen, Mythen und Schöpfungsriten flogen durch meine Gedankenwelt.

Nun war ich gestern bei meinen Großeltern, erzählte ihnen diese Geschichte und da die beiden als Zeitzeugen ein knappes Jahrhundert Menschengeschichte überblicken, sind sie immer Autoritäten, was die Beantwortung solcher Fragen, wie Findlinge in der Kaiserzeit, bei den Faschisten und im Sozialismus angeht. Das Ergebnis war, dass man zwar aus Feldsteinen schon immer Fundamente baute, doch Gedenksteine, Kriegerdenkmäler und dergleichen mehr wurden gemauert, von Steinmetzen geschaffen, doch waren selten rohe Steine aus dem Wald.

Also hatte sich meine Ahnung bestätigt. Zwischen Sozialismus und Hinkelsteinen gab es einen eklatanten Zusammenhang! Nun erinnerte ich mich an eine Geschichte, die mir mein ehrwürdiger Lehrer erst vor kurzem erzählte. In der DDR waren Forschungen über vorchristliche Kulte und Kultur weitaus besser gefördert als im Westen Deutschlands. Dort fuhren Archäologen, die in W.Deutschland ausgebildet wurden in den Orient, nach Ägypten, in die Türkei oder in den Irak. Hier im Osten fuhren sie in den Kyffhäuser oder wo sie sonst noch graben konnten. Daraus entstanden solche Bücher wie "Günter Behm-Blancke: Höhlen, Heiligtümer, Kannibalen. Archäologische Forschungen im Kyffhäuser." In der DDR legte eben nicht die Kirche, die Berufung auf Petrus usw. die Fundamente der Selbstidentifikation, nein die Eiszeit war der Beginn auf die folgerichtig Karl Marx, Ernst Thälmann und Käthe Niederkirchner folgten. Oha! Das Rätsel war gelüftet, Sozialismus und Findling gingen eine innige Beziehung ein...

Mein Opa hatte dazu gar nichts zu sagen, er versorgte mich mit einem weiterem Rästel: "... Da gibt es ein Dorf Hohenstein, im Ernsttal gelegen. In diesem Dorf, wie in vielen, gibt es einen Anger, einen Dorfanger, das Zentrum also. Und in diesem Zentrum gibt es einen riesigen Findling, der wiegt 3,5 Tonnen. Und wenn der Hahn kräht, bewegt er sich..."

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Exzellenz in Deutschland

Wie misst sich Exzellenz? Das haben sich die einen oder anderen sicher schon einmal gefragt. Wie das tatsächlich klappen kann, darüber habe ich keine Ahnung, aber ich weiss jetzt, wie das einschlägige Institutionen in Deutschland machen. Nehmen wir die DFG. Diese hat eine Ausschreibung in der sie Exzellenz einmal so formuliert:

substantielle internationale Forschungserfahrung, in der Regel nachgewiesen durch mindestens zwölfmonatige wissenschaftliche Auslandserfahrung während der Promotion oder in der Post Doc-Phase oder durch gleichwertige wissenschaftliche Kooperationen mit Forschern im Ausland (die Kooperation kann beispielsweise durch einschlägige Publikationen nachgewiesen werden),

Was das aber in der praktischen Auslegung heisst, habe ich neulich erst telefonisch bei der DFG erfahren. Internationale Forschungserfahrung etwa ist der Aufenthalt an einer Universität in Westeuropa, oder im anglo-amerikanischen Sprachraum, Namen die hier klingen sind harvard, exeter, yale, stanford, london, paris. Es bedeutet auf keinen Fall taschkent, almaty, urumqi, um nur mal ein paar Orte aus meinem Forschungsfeld herauszugreifen. Was diese Sichtweise aber für Regionalwissenschaftler Ethnologen und Leute bedeutet, deren Forschungsschwerpunkte ausserhalb Europas und Nordamerikas liegen, liegt auf der Hand. Man ist nur exzellent, wenn man sich z.B. in den für islamisch Zentralasien relativ schwachbrüstigen Cambridge, Londoner usw. herumdrückt, als vor Ort (in Tschkent) an hervorarranden Instituten wie dem IFEAC (Institut francais des Etudes Asie Central) zu arbeiten. Stichwort "hochwertige Publikationen". Auch diese Größe misst sich bei der Exzellenz nicht etwa an Publikationen in hochwertigen Deutschen Forschungssammelbänden, sondern an dem Citation Index amerikanischer Provinienz. Auch ein Vortrag an der AAA (American Anthropological Associati0n) ist mehr wert als 4 Jahre Forschungserfahrungen im Feld. Da schau einer her! Also ist bei der Institution DFG Exzellenz weniger exzellent, sondern american! Sollten sie doch gleich so formulieren!

Mittwoch, 7. November 2007

Stille

Neulich war ich im Sendesaal des Rundfunksinfonieorchesters des MDRs in LE. Die Veranstaltung um zehn Uhr früh war dazu gedacht, kleinen Kindern was über Musik zu erzählen und sie ihre Musik, die ein paar der Orchestermusiker vorher auf Küchenutensilien usw. mit ihnen geprobt hatten, aufführen zu lassen. Die Erwachsenen sollten staunen, das war deren Aufgabe.

Nun fragte einer der Musiker, die mit den Kindern arbeiteten, was man bräuchte um Musik zu machen. Da sprudelten die Antworten und alle waren viel zu kompliziert. Wie immer war die Antwort einfach: Töne. Und dann, fragte der Oberlehrer und Musiker geheimnisvoll, was braucht man noch? Hmm, keiner sagte was, wusste es, auch im kramte im Kopf nach uns sann danach, was wohl noch nötig sei für die Musik. Na klar, die Antwort war Stille. NUr wo Stille ist, können Töne sein, damit wir sie voneinander scheiden können usw. Nun ist der Spruch unter Geisteswissenschaftlern aber auch schon alt, dass zur Musikstück auch die Pause gehöre...

Ok, soweit so gut, hatte ich wieder was gelernt. Nun allerdings habe ich was gefunden, dass begeisterte mich vor allem in den ersten Sekunden. Mann konnte also auch Musik machen, ohne Töne zu erzeugen. Die sich hier im Film in den ersten Sekunden drehenden Tücher, die keinen Töne erzeugen, ergaben in meinem Geiste schon eine Musik, rythmische Stille quasi.

Das möchte ich keinem vorenthalten...

Dienstag, 6. November 2007

Sorry+

Wer immer schon den Beitrag von neweurasia schon in seinem rss drinne hatte, den bitte ich den post einfach zu ignorieren, der war als Termin in die Zukunft, dann Datum vergessen undsoweiter, jeder, der unorganisiert ist wie ich, kennt das Problem...

Aber damit dieser Beitrag hier nicht so sinnlos Sorry sagt, muss ich unbedingt noch einen Link los werden. Es gibt auf dem InternetRadio (Die jeweiligen Hauptwörter kann man wohl wie beliebig zusammensetzen) einen super Hörtipp den ich gerade auf den Ohren habe:

kreislauf.org/Nils Hoffmann sauber!

Und wenn wir schon dabei sind noch was wirklich skurilles . Die Jungs aus den MöchtegernemärkischenViertel bzw. von der Strasse mit ihrer Möchtegerneharten Realität feiern die 80er... Dazu haben sie einen Teaser zusammenstellen lassen, der wirklich saulustig anzuhören ist (Auf myspace ins Intro reinklicken, leider nicht zu verlinken!). Und dann noch was Lustig anzuschauen ist. Ick sach nur "Take on me! und so Und isch sagte immer. nimm misch, nimm misch Mann!"



Oh mann, ick werde aaaalllt!a

Samstag, 20. Oktober 2007

Die Südstaaten jubeln

So haben sie es neulich bei spon ausgedrückt, als es um diesen deutschlandweiten Aktionismus mit sinnloser Ressourcenbindung ging. Ressourcen, die sonst für Lehre und Forschung zur Verfügung stehen würden.

Nun habe ich aber pünktlich im Oktober den wirklichen Südstaatenjubel als ethnologische Beschreibung ausfindig gemacht [via].

Was für eine herrliche ethnologische Selbstironie, schaut hier!.

Donnerstag, 11. Oktober 2007

teamwork oder Generationsfrage

Eigentlich habe ich von Harald Martenstein vor ein paar Wochen zum ersten Mal gehört. Diejenigen die mich kennen, wissen, dass ich die Tagespresse meide wie die Pest nur durch die Blogs der anderen wahrnehme, oder auf Klo gelangweilt den Lokalteil einer der unbedeutensten Zeitungen des Europäischen Ostens durchblättere. Da haben die Kolumnentitel so klingende Titel wie Lützschena oder Markranstädt, jedoch nicht Harald Martenstein. Ich habe ihn vielmehr durch eine sehr hübsche Sendung M19, das lange Interview des Leipziger Uniradios Mephisto kennengelernt.

Das Interview fand ich klasse, auch den Typen fand ich klasse aber irgendwie störte mich was, ich wusste nur nicht was. Nun hat sich Harald Martenstein im "neuen" Zeitmagazin Leben über die Unmöglichkeit von Teamwork ausgelassen. Da ich gerade mitten im (bisher recht schleppenden) Versuch eines Teamworks drin stecke, möchte ich den Thesen Martensteins hier nicht nur widersprechen, sondern auch versuchen die Ursache für unser gegenseitiges Unverständnis zu finden.

Alles fing eigentlich mit einem folgenschweren Text an, den ich vor mehr als einem Jahr gelesen hatte. Naja, auch das ist unmöglich zu sagen. Fing es nicht auch mit dem stetigen Benutzen der wikipedia an, also weitaus länger als ein Jahr her? Es lag irgendwie in der Luft, die kollaborative Schreibe, das kollaborative Denken. All die vielen in den Geisteswissenschaften grassierenden Sammelbände, bei denen aus den verschiedensten Perspektiven heraus sich eines Themas gewidmet wird, all diese vielen SFBs, die jetzig beliebteste Kunstform universitärer Forschung bei der DFG. Auch bei meinen Debatten mit Freunden, bei denen man sich über Methoden, Phänomene und deren Beschreibung austauschte, hatte ich das Gefühl, die kollaborative Schreibe, das kollaborative Denken liegt in der Luft. Historiker hassen das Wort "Zeitgeist" ich finde jedoch für etwas was keinen benennbaren Ursprung hat, irgendwann anfängt, sehr passend. Deleuze und Guatari nennen es Meute sein, andere wiederum netzwerken, nicht mehr Baum denken, sondern sich entwickelndes Rhizom, keine argumentative Leitlinien, sondern beredte
Uneindeutigkeit, zielloses arbeiten, die Unlust auf das Kategorische, das Dritte, oder das Wiedererstarken des Flüssigen.

Und nun wettert Martenstein gegen das Team und die Möglichkeit der Verteiltheit der Arbeit. Da ich gerade mitten in einem solchen Experiment stecke, kann ich Martenstein nur widersprechen. Kollaboration ist möglich, auch wenn man, wie Martenstein Texte verfassen muss. Nur muss man kollaborativ sozialisiert sein, kann sich dabei keine egomanen IchMacheAllesNurSoWieIchEsDenke Motivationen erlauben. Und muss darüber hinaus auch Räume für ein Netzwerk erschliessen können und bespielen wollen. Denn nur die Empathie, das mit den Anderen Denken und wie ich es einmal formuliert habe: "Jeder macht was er kann, was er nicht macht, macht er nicht." bringt die wirklichen Teams zustande, unorganisiert, und nur durch eine gemeinsame Intension strukturiert, keine Hierarchien. Ein empatischer Darwinismus quasi. Teamwork Herr Martenstein, möchte ich da ausrufen, ist möglich, aber sicher eine Frage der Arbeitsweise. Denn die im Netz sozialisierten bringen auch die nötigen soft skills mit, um netzwerklich zu arbeiten.

Grenzen

Seit dem Ost- und Westblöcke abgebaut, geschlossene Territorien aufgeschlossen wurden und einzelne Teile der Welt durchlässiger geworden sind, ist die Grenzforschung wieder zum Leben erweckt worden. Eigentlich hatte der alte Simmel Georg aus dem Schweizer Alpen schon am Anfang des 20. Jahrhunderts eine ganz vernünftige Betrachtung zu Raum und Gesellschaft geleistet, aber da er seit der Jahrhundertwende als Impressionist bezeichnet wurde, wurde er von Hartcoresoziologen und ihren kleinen Brüdern den Ethnologen erst wieder in der Postmoderne entdeckt. Ich war nun eigentlich schon lange nicht mehr auf der Suche nach Grenzen, dachte ich, weil dass doch eher so ein pubertärer aber nun fand ich diesen Blog . Und neben allem unaufregenden Zentralasienbezogenen hat diese Junge Blogschreiberin einen Film als Motto ihres Blog über Grenzen an den Anfang ihres Blogschreibens gestellt. Und der ist toll...

Dienstag, 9. Oktober 2007

Es ist vollbracht!

Wirft man einen kleinen Blick auf die letzten Beiträge, könnte man denken, Olim ist im Kloster gewesen und hat sich auf die mystische Bahn begeben.
Weit gefehlt, es war keine mystische Bahn, sondern das Netzwerk, was ich vor zwei Monaten versucht habe, so richtig durchzurütteln. Und zwar hatte der Verein, dem ich vorzusitzen gezwungen wurde (:- ), den Entschluss gefasst einen Blog zu Zentralasien ins Netz zu stellen. Da wordpress wie auch dieser nette Blogprovider hier die bequeme Option geben, einem Eintrag einen Datumsstempel in der Zukunft zu geben, war die einhellige Meinung der damaligen drei Blogmusketiere, doch erst einmal überall herumzukrakeelen, dass ein Zentralasienblog in der Mache wäre. Es wurde gepostet, gepostet, gepostet und sogar ein gutgemeinter "email-Spam" unter befreundeten Korrespondenzen eingerichtet. (Komisch nur, das auf die Aufforderung, das derjenige der sich belästigt fühlte, eine unsubscribe email zurückgeschicken könne, keiner Folge leistete.) Die Zugriffe auf diese Postingaktion waren gewaltig, innerhalb des ersten Monats hatten sich 1500 Leute die Baustelle angeschaut, ohne das irgendein Inhalt zu sehen war.

Dann kam die lange Zeit des Wartens, die lange Zeit des Emailschreibens an Leute, die was zu sagen haben und bisher tolle Forschungen geleistet haben und und und. Gott sei dank, muss man sagen, war der Zeitraum auf zwei Monate festgelegt, die ersten Beiträge trudelten erst in den letzten Tagen ein. Der eine oder andere Redakteur konnte gewonnen werden und so entstand ein klitzkleines Redaktionsnetzwerk.

Ohne hier meine Leser zu sehr mit einem Making of zu langweilen, nur dieses eine kleine Detail noch. Am erstaunlichsten fand ich bei den meisten unserer Netzwerkknotenpunkte die Unwilligkeit sich auf die Chancen, die das Netz auch als Kommunikationsraum bietet, einzugehen. Und zwar gedachten wir mittels einer open source Software moodle, die es einem erlaubt, so etwas wie ein virtuelles Büro einzurichten, ein gemeinsames Arbeiten zwischen Italien, Lhasa, Duschanbe, Leipzig und Berlin einzurichten. In diesem virtuellen Büro gibt es die verschiedensten Möglichkeiten. Man kann Cafetrinken und chatten, man kann workaholic sein und wie ein verrückter Texte produzieren, redigieren, man kann Netzwerkarbeit leisten und Rundmails erstellen und und und. Man muss sich nur, während man an seinem Schreibtisch sitzt in das System einloggen und gut ist. Dieses Angebot wurde bisher kaum angenommen. Anscheinend gibt es immer nur Vernetzungsideen im Netz von Leuten, die sich über andere Sachen und auf andere Art und Weise was zu sagen haben. Die Wissenschaft und ihre Rhizome sind immer noch diese alten langweiligen "sich treffen und mal darüber reden" Typen.

Aber da ich hier nicht so viel meckern will, sondern eher ein virtuelles erleichtertes Seufzen in die Runde geben will, das der Überschrift nahe kommt: Es ist vollbracht, der Blog tethys.caoss.org ist im Netz online und wird jede Woche einen fundierten Beitrag zu Zentralasien veröffentlichen, wenn es einen aktuellen Anlass gibt, der zur Eile gebietet, wird das auch in der Wochenmitte noch einmal der Fall sein. Aber mehr ist selbst den zentralasienenthusiastischsten Lesern nicht zuzumuten.
Schaut doch mal rein...

Freitag, 28. September 2007

Jesus!

Wir sitzen gemütlich in der Kneipe. Sie eine Studentin der höheren Semester, äh der europäischen Geschichte in Heidelberg und ausserdem Organistin in ihrer Heimatgemeinde im Saarland. Sie riß das Gespräch an sich, mit der einfachen Nachfrage, ob wir, also ich wisse, was an Burschenschaftenklos im Verbindungshaus so besonders sei?

Ich: Nein, was denn?

Sie: Da hängen BD's in Kopfhöhe, die eigens zum Reinkotzen gedacht sind.

Ich: Aha.

Sie: Und wisst Ihr, wie man im Saarland das Fronleichnahmsfest nennt?

Ich: Nein.

Sie: Happy Kadaver!

Ich: (Lache)

Sie: Und an Ostern, da haben wir auch einen hübschen Brauch. Da geht die Gemeinde nach dem Osterfeueranwärmen in die Kirche und der Pfarrer bleibt draussen. Darauf werden die Türen geschlossen, drinne ist es saudunkel. Dann klopft der Pfarrer mit seinem Holzkreuz an die Kirchentüre, stellt sich als Jesus vor und fragt, ob man ihn einlasse! Das macht er drei mal, erst dann macht die Gemeinde auf. Und alle singen...

Ich: (lasse sie singen)

Und das Gespräch wogt in ganz andere Gefilde....

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Olim ist ein arabischer Vorname, der sich aus der Silbe ilm ableitet und soviel heißt wie der Wissende oder Wissenschaftler. Ich habe den Namen 1994 in Buchara verliehen bekommen und ein Jahr später angefangen, Mittelasienwissenschaften zu studieren. Das tue ich heute immer noch im fortgesetzten Stadium. Devona ist ein Wort das man fuer verrückt, entrückt, weggetreten benutzen kann. Es hat immer irgendwie mit Liebe zu tun, zu den Menschen, zum Leben, zu Gott. Naja und das zusammen macht die Figur Olim devona aus. Manchmal schlüfe ich in sie hinein und fuehle mich dann total devona.

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