Fischer und deren Frauen

Das Delta ist voller mobiler Gruppen. Die einen nutzen das Wasser, die anderen den Wald, wieder andere die Bewohner als Ressourcen ihrer Lebenssicherung. Diejenigen, die das Wasser nutzen haben gerade Hochsaison, in der Regenzeit und in der sich der Regenzeit anschließenden Jahreszeit des zweiten Frühlings, in dem die zweite Ernte der Bauern eingefahren wird, ernten auch die Fischer reichlich. Einige Fischerfamilien leben am Rande des Ufers und sind seßhaft. Sie sind in Schaaren in der Nacht auf den Fluesssen und lenken die Boote mit ihren Taschenlampen von ihren Netzen weg. Sie sind auch in sehr unruhigen Wasser unterwegs, da an vielen Stellen, wo die einzelnen grossen Arme des Drei Fluss Deltas aufeinandertreffen Wellen in die Hoehe schlagen, Strudel sich bilden, je nach Tages und Nachtzeit. Am ruhigsten ist es in Zeiten der Flut, wenn das Wasser vom Meer aus eindringt und in das Delta und seine Kanäle fließt.

Boira

Es gibt neben den Seßhaften auch mobile Fischergruppen, die sich boira nennen. Diese leben auf der Basis einer Familie, häufig ein Familie mit ihren Söhnen und deren angeheirateten Frauen oder eine Familie mit ihren Töchtern und deren angeheirateten Maennern zusammen und fischen mit mehreren Booten von einem Punkt aus, an dem ihr Haus steht. Ist jedoch gerade eine Flut im Territorum, hat ein Zyklon die festen Behausungen zerstoert, ist fuer die boira, im Gegensatz zu den anderen nichtmobilen Fischern das Leben auf den Booten überlebenswichtig. Sie suchen sich dann an anderen Stellen des Deltas ihre neuen Siedlungsräume und fangen eine neue Existenz an.

Boira1

Obwohl die Fischer eigentlich ein Familenleben ohne weiteren Gruppenzusammenhalt führen (bei ihnen gibt es nur selten die Institution des Gruppenführer chowdur) heiraten sie vor allem unter den Mitgliedern ihrer erweiterten Familien. Dies siedeln in Reichweite zueinander und besuchen sich, wenn es noetig ist, Absprachen bezüglich ihrer Kinder zu treffen. Ihre Profession als Fischer kennt keine Alternativen. Sie leben ein Leben auf dem Wasser.

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Olim ist ein arabischer Vorname, der sich aus der Silbe ilm ableitet und soviel heißt wie der Wissende oder Wissenschaftler. Ich habe den Namen 1994 in Buchara verliehen bekommen und ein Jahr später angefangen, Mittelasienwissenschaften zu studieren. Das tue ich heute immer noch im fortgesetzten Stadium. Devona ist ein Wort das man fuer verrückt, entrückt, weggetreten benutzen kann. Es hat immer irgendwie mit Liebe zu tun, zu den Menschen, zum Leben, zu Gott. Naja und das zusammen macht die Figur Olim devona aus. Manchmal schlüfe ich in sie hinein und fuehle mich dann total devona.

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