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    <title>olim devona (vom sofa in die Unterwelt) : Rubrik:vom sofa in die Unterwelt</title>
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    <description>vom sofa in die Unterwelt</description>
    <dc:publisher>Olim-devona</dc:publisher>
    <dc:creator>Olim-devona</dc:creator>
    <dc:date>2009-01-07T08:54:14Z</dc:date>
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    <title>olim devona</title>
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  <item rdf:about="http://olimdevona.twoday.net/stories/5398455/">
    <title>kann nicht über den Graben springen...</title>
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    <description>&lt;i&gt;Dieser Artikel ist eine Auseinandersetzung mit der Leipziger Lokalzeitung LVZ, die jedoch nicht alle Inhalte online zur Verfügung stellt. Deswegen sind relevante Ereignisse auch bei anderen Medien verlinkt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Mittwoch war ich in einem türkischen Imbiss, um ein mit allerhand Leckereien gefülltes Mittagsbrot zu verspeisen. Dieser türkische Imbiss zeichnet sich durch ein Abo der Leipziger Lokalnachrichten LVZ aus und ich nehme solche Imbissaufenthalte gerne wahr, um Zeitungen zu lesen, die mich sonst nicht erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufhänger der Zeitung war, wie könnte man es auch anders erwarten, der erste Tag der Gerichtsverhandlung gegen Ahmad Obeidi, dem Mörder seiner Schwester. Sie fiel einem Ehrenmord zum Opfer. Wie das schon in &lt;a href=&quot;http://www.tethys.caoss.org/damit-kein-blut-mehr-fliest.htm&quot;&gt;Blutrachedebatten&lt;/a&gt; zu beobachten ist, geht das Verständnis für fremde  Rechtsnormen und die Reflektion der eigenen immer an die Grundfesten der als richtig erachteten eigenen Wertvorstellungen. Ich will diesen Spagat hier nicht wagen. Stattdessen soll eine einfache Beobachtung reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betrachtungen zum Gerichtsfall &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,596837,00.html&quot;&gt;Ahmad Obeidi&lt;/a&gt;  waren der LVZ einige Artikel wert, Seite eins, Seite drei, eine Kommentarspalte und eine historische Betrachtung zu islamischen Ehrenmodern in Deutschland. Eine ganz geballte Ladung Kulturanalyse. Die Positionen waren klar, Morsal war einer schrecklichen Tat zum Opfer gefallen, das Rechtssystem in Deutschland durch solche interkultuellen Konfliktfälle wieder einmal gefordert. Alles wenig überraschend...  Das Bild des Toten Mädchen hatte sich durch diese vier, fünf Artikel kräftig in meinen Gehirnwindungen festgesetzt. Bei mir stand die Frage, wie ich im Institut für Ethnologie im Seminar mit dem Thema umgehen würde, was kann man Studenten an Kulturrelativismus zutrauen und wieder einmal  sinierte ich über die Berufskrankheit des Distanzhaltens zu Werturteilen über andere Völker in der Ethnologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich blätterte weiter und traute meinen Augen nicht. In Bad Berka hatte neulich ein junger Mann seiner Freundin und ihrem Kind mit ein paar Hammerschlägen die &lt;a href=&quot;http://www.lvz-online.de/aktuell/content/82401.html&quot;&gt;Schädel zertrümmert&lt;/a&gt;, weil er seinen Unterhalt von 177 EURO nicht zahlen wollte; &lt;br /&gt;
ein kleiner Gerichtssaalbericht mit der Pointe schon in der ersten Zeile, der Schuldige bekam lebenslänglich. Nun war ich baff. Da ist also der Zeitung der Ehrenmord ohne wirklich der Debatte beizutragen fünf Artikel wert. Die schreckliche Verfehlung und das Auslöschen der eigenen Familie in Bad Berka, so suggeriert die Zeitung Alltag in Deutschland. Warum ist es das kulturell Fremde,  dass uns so sehr herausfordert und nicht die uns kulturell eigene mörderische Raserei? Ein Muslim würde sich alleine schon um die Möglichkeit  einer solchen Tat verwundern. Wo die Ehre der Familie einen höheren Wert darstellt als die Freiheit eines Individuums, ist die sinnlose Tat von Bad Berka schier unvorstellbar. Denn hier ist es nicht der einzelne Mensch, der die Last des Leben schultert, sondern es sind alle Familienmitglieder. Auch würde eine einzelne Familie nicht so ungeschützt dem Berserkertum eines kranken Ehemannes ausgesetzt sein. Hier wären Brüder und Cousins diejenigen, die die Exzesse eines Einzelnen unterbinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da tut sich der wahre Graben auf, zwischen denen Kulturübersetzer kaum vermitteln müssen.  Einerseits ein einzelnes Opfer, dass im Ausscheren aus der Familienbahn gerichtet wurde, andererseits eine Familie, in der das Ausscheren zu ihrem Schicksal wurde, und die es jetzt nicht mehr gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meuchelmord und Ehrenmord, zwei Seiten einer Medallie, die als unsere Gesellschaft erkannt werden sollte. Die Diskrepanz beides jedoch gleichermaßen zu reflektieren, die fehlte der LVZ und vielen anderen auch.</description>
    <dc:creator>Olim-devona</dc:creator>
    <dc:subject>vom sofa in die Unterwelt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Olim-devona</dc:rights>
    <dc:date>2008-12-19T18:22:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://olimdevona.twoday.net/stories/4568212/">
    <title>Neulich im Wald...</title>
    <link>http://olimdevona.twoday.net/stories/4568212/</link>
    <description>In der Nähe von Leipzig, in der Nähe von Grimma, da gibt es einen einzigartigen Wald. Eigentlich könnte es solche Art von Wald überall da geben, wo Waldwirtschaft schon seit Jahrhunderten ihren Platz hatte. Doch im &lt;a href=&quot;http://www.zweimuldenland.de/thuemmlitzwald/Thuemmlitzwald.html&quot;&gt;Tümmlitzwald&lt;/a&gt;, da haben Heimatschützer (sic!) (nicht die aus den Staaten) all das erhalten können, was sonst seit der Jahrhundertwende oder schon vor Jahrhunderten anfing zu vermodern und einzustürzen. So kann man hier alte Tongruben, Sprengstoffbunker oder durch die Pest verschuldete Wüstungen  (verlassene Ortschaften) mit wieder ausgegrabenen Fundamenten bewundern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während wir in diesem Naherholungsgebiet im Muldetal herumstapften fiel uns vor allem ein Hinweisschild auf: &quot;Im Jahr 1984 holten Thälmannpioniere und FDJler der Ernst Thälmann Oberschule diesen Findling aus dem Tümmlitzwald. Er wurde am Eingang der Schule aufgestellt und mit einer Plakette versehen. Im Jahr 1992 schafften Heimatschützer diesen Findling wieder an seinen Fundort zurück und entfernten die Plakette.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich das las, fielen mir die Schuppen von den Augen... stimmt, in der DDR hatte jede vermaledeite Kleingartensparte, die den Namen eines Widerstandskämpfers trug, solch einen Findling in ihrer Mitte, mit Blumenrabatte geschmückt und mit Gussplakette am prominenten Ort.  Vielen  Schulen hatten einen Stein auf ihrem Grundstück, zu eben selben Zwecke. Aha, der Ethnologe in mir sah eine Querverbindung zwischen Sozialismus und glacialer Serie. Die Geltscher aus dem Norden bringen Felsgestein in die Niederungen. In Tibet auch ist es der König aus dem Norden, der die Erde beherrschen wird. Wilde Assoziationen, Mythen und Schöpfungsriten flogen durch meine Gedankenwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun war ich gestern bei meinen Großeltern, erzählte ihnen diese Geschichte und da die beiden als Zeitzeugen ein knappes Jahrhundert Menschengeschichte überblicken, sind sie immer Autoritäten, was die Beantwortung solcher Fragen, wie Findlinge in der Kaiserzeit, bei den Faschisten und im Sozialismus  angeht. Das Ergebnis war, dass man zwar aus Feldsteinen schon immer Fundamente baute, doch Gedenksteine, Kriegerdenkmäler und dergleichen mehr wurden gemauert, von Steinmetzen geschaffen, doch waren selten rohe Steine aus dem Wald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hatte sich meine Ahnung bestätigt. Zwischen Sozialismus und Hinkelsteinen gab es einen eklatanten Zusammenhang! Nun erinnerte ich mich an eine Geschichte, die mir mein ehrwürdiger Lehrer erst vor kurzem erzählte. In der DDR waren Forschungen über vorchristliche Kulte  und Kultur weitaus besser gefördert als im Westen Deutschlands. Dort fuhren Archäologen, die in W.Deutschland ausgebildet wurden in den Orient, nach Ägypten, in die Türkei oder in den Irak. Hier im Osten fuhren sie in den Kyffhäuser  oder wo sie sonst noch graben konnten. Daraus entstanden solche Bücher wie &quot;Günter Behm-Blancke: Höhlen, Heiligtümer, Kannibalen. Archäologische Forschungen im Kyffhäuser.&quot; In der DDR legte eben nicht die Kirche, die Berufung auf Petrus usw. die Fundamente der Selbstidentifikation, nein die Eiszeit war der Beginn auf die folgerichtig Karl Marx, Ernst Thälmann und Käthe Niederkirchner folgten. Oha! Das Rätsel war gelüftet, Sozialismus und Findling gingen eine innige Beziehung ein...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Opa hatte dazu gar nichts zu sagen, er versorgte mich mit einem weiterem Rästel: &quot;... Da gibt es ein Dorf Hohenstein, im Ernsttal gelegen. In diesem Dorf, wie in vielen, gibt es einen Anger, einen Dorfanger, das Zentrum also. Und in diesem Zentrum gibt es einen riesigen Findling, der wiegt 3,5 Tonnen. Und wenn der Hahn kräht, bewegt er sich...&quot;</description>
    <dc:creator>Olim-devona</dc:creator>
    <dc:subject>vom sofa in die Unterwelt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Olim-devona</dc:rights>
    <dc:date>2007-12-29T10:51:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://olimdevona.twoday.net/stories/4422611/">
    <title>Stille</title>
    <link>http://olimdevona.twoday.net/stories/4422611/</link>
    <description>Neulich war ich im Sendesaal des Rundfunksinfonieorchesters des MDRs in LE. Die Veranstaltung um zehn Uhr früh war dazu gedacht, kleinen Kindern was über Musik zu erzählen und sie ihre Musik, die ein paar der Orchestermusiker vorher auf Küchenutensilien usw.  mit ihnen geprobt hatten, aufführen zu lassen. Die Erwachsenen sollten staunen, das war deren Aufgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun fragte einer der Musiker, die mit den Kindern arbeiteten, was man bräuchte um Musik zu machen. Da sprudelten die Antworten und alle waren viel zu kompliziert. Wie immer war die Antwort einfach: Töne. Und dann, fragte der Oberlehrer und Musiker geheimnisvoll, was braucht man noch? Hmm, keiner sagte was, wusste es, auch im kramte im Kopf nach uns sann danach, was wohl noch nötig sei für die Musik. Na klar, die Antwort war Stille. NUr wo Stille ist, können Töne sein, damit wir sie voneinander scheiden können usw. Nun ist der Spruch unter Geisteswissenschaftlern aber auch schon alt, dass zur Musikstück auch die Pause gehöre...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ok, soweit so gut, hatte ich wieder was gelernt. Nun allerdings habe ich was gefunden,  dass begeisterte  mich vor allem in den ersten Sekunden. Mann konnte also auch Musik machen, ohne Töne zu erzeugen. Die sich hier im Film in den ersten Sekunden drehenden Tücher, die keinen Töne erzeugen, ergaben in meinem Geiste  schon eine Musik, rythmische Stille quasi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das möchte ich keinem vorenthalten...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;355&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/DFd425DjnP0&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;wmode&quot; value=&quot;transparent&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/DFd425DjnP0&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; wmode=&quot;transparent&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;355&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description>
    <dc:creator>Olim-devona</dc:creator>
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    <dc:date>2007-11-07T19:45:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://olimdevona.twoday.net/stories/4366896/">
    <title>Die Südstaaten jubeln</title>
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    <description>So haben sie es neulich bei &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,512444,00.html&quot;&gt;spon&lt;/a&gt; ausgedrückt, als es um diesen deutschlandweiten Aktionismus  mit sinnloser Ressourcenbindung ging. Ressourcen, die sonst für Lehre und Forschung zur Verfügung stehen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun habe ich aber pünktlich im Oktober den wirklichen  Südstaatenjubel als ethnologische Beschreibung ausfindig gemacht  &lt;a href=&quot;http://sonner.antville.org/stories/1707233/&quot;&gt;[via]&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was für eine herrliche ethnologische Selbstironie, &lt;a href=&quot;http://www.scambaiter.info/?link=europa&quot;&gt;schaut hier!&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>Olim-devona</dc:creator>
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    <dc:date>2007-10-20T13:12:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://olimdevona.twoday.net/stories/4233582/">
    <title>CCC von der Datenautobahn</title>
    <link>http://olimdevona.twoday.net/stories/4233582/</link>
    <description>Das habe ich gerade &lt;a href=&quot;http://technikforschung.twoday.net/stories/4233186/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; gefunden. Der &lt;a href=&quot;http://www.ccc.de/index2.xml&quot;&gt;CCC&lt;/a&gt; hat versucht, den Bundestag &lt;a href=&quot;http://chaosradio.ccc.de/media/audio/bundestag_united-kontrolle_muss_sein.mp3&quot;&gt;tanzbar&lt;/a&gt; zu machen. Aber der Tanzschritt bleibt beim Tanzen stecken, mir wurde zwischendurch sogar schlecht. War es nur das Bier? Und dann auch noch ein &lt;a href=&quot;http://politik.netzkompetenz.at/?p=155&quot;&gt;Innenblick&lt;/a&gt; von Kindern auf den Bundestag, da wurde mir erst recht schlecht. Und dieser Staat will Gesetze über etwas auf den Weg bringen, das sie gar nicht kennen?</description>
    <dc:creator>Olim-devona</dc:creator>
    <dc:subject>vom sofa in die Unterwelt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Olim-devona</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-05T21:22:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://olimdevona.twoday.net/stories/3307609/">
    <title>Exzellent verpufft</title>
    <link>http://olimdevona.twoday.net/stories/3307609/</link>
    <description>Seit etwa einem Jahr verfolge ich die Exzellenzinitiative der Bundesregierung und der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit Argwohn. Doch kann ich nicht verhehlen, dass von meiner Distanz und Kühle zu dem Zeitpunkt als sie bekanntgegeben wurde nicht viel übrig geblieben ist. Mit Spannung erwartete ich die eine oder andere Entscheidung in den letzten Monaten und nahm mir jedoch vor, zu den Entscheidungen von Gutachtern der DFG und der Bundesregierung weiterhin Kühle und Distanz zu wahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun begab es sich aber in der letzten Zeit, dass ich in die Vorbereitung einiger Exzelleninitiativen reinschnuppern konnte. Professoren quatschen gerne, und an der einen oder anderen Initiative war ich persönlich anwesend. Daraus ergibt sich folgendes Bild. Exzellent werden wollen wohl vor allen nur die, die etwas vom großen Kuchen abhaben wollen. Das scheint in Berlin, Halle und Leipzig bei den Wirtschafts- und Rechtswissenschaften nicht der Fall zu sein. Die halten ruhig an ihrer festen Verankerung in der Universität fest und tun recht damit. Denn bei denen, die sich in die Exzellenz drängen, kommt es zu dem unschönen Nebeneffekt, dass Forschung und Lehre, Betreuung von Studenten und Doktoranden zwangsläufig unter dem immensen Gesprächsbedarf, der hohen Arbeitsintensität und der Bindung vieler Gehirnmasse an die Exzellenzvorhaben leiden. Schon bestehende Sonderforschungsbereiche trocknen aus, da viele der Lehrstühle sich gleichzeitig in Exzellenzinitiativen engagieren. Für die jetztige Situation an den Universitäten ist die Ganze Initiative ein Graus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Präsident der Humboldt Universität der Präsident wurde auf der Personalversammlung darauf aufmerksam gemacht, dass an der Exzellenzinitiative rechnerisch etwas nicht stimmt. Denn die Millionen, die zusätzlich vom Bund in die Universitäten fließen, sind Anschubfinanzierungen und fallen nach 5 Jahren weg. Dann muss das Budget der Universität herangezogen werden, die aber vom Land keine absehbar größere Unterstützung bekommen wird. Um in der Zukunft Neues weiter zu finanzieren muss jetzt schon anderswo eingespart werden. Das geht zu Lasten der Strukturentscheidungen der Uni, denn hier kann nur eingespart werden, was in den nächsten Jahren tatsächlich durch Emeritierung an Lehrstühlen frei geräumt wird. Nicht mehr nur die seit Jahren steinbruchartig mißbrauchten kleinen Fächer werden dann eingespart, sondern nach einem System des Alterszufalls. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hat Herfried Münkler in einem &lt;a href=&quot;http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2007/02/11/dkultur_200702111242.mp3&quot;&gt;Radiokommentar &lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/signale/592099/&quot;&gt;[Text]&lt;/a&gt; auf eine ganz andere unterschwellige Strukturentscheidung aufmerksam gemacht. In den siebziger Jahren wurden reihenweise an der Peripherie, in den strukturschwachen  Regionen Universitäten auf- und ausgebaut, die nun durch die Exzellenzinitiative abgebaut werden. Denn exzellent kann nur werden, das ist eine Hauptargumentationsstrecke der DFG, wer mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen (Fraunhofer-, Max Planck Instituten usw.), Bundesämtern. Ministerien und der Industrie zusammenarbeitet. Diese nun sind nicht in der Peripherie, sondern in den Zentren wie Berlin, München, Hamburg usw. angesiedelt, jedoch nicht in Osnabrück oder Frankfurt/O..  Folglich werden hier Schafe geschlachtet, die nun überhaupt nichts für diese Strukturentscheidungen können und die auch keinen genügenden Einfluss ausüben können. So kann man aus der Exzellenzinitiative wohl lernen, das erstens die fetten Kühe einen feuchten Pfurz drauf lassen, die gierigen Schweine in sich aufnehmen, was sie einschaufeln können, die Schafe auf der Weide jedoch geopfert werden, ohne daran etwas ändern zu können.</description>
    <dc:creator>Olim-devona</dc:creator>
    <dc:subject>vom sofa in die Unterwelt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Olim-devona</dc:rights>
    <dc:date>2007-02-11T15:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://olimdevona.twoday.net/stories/2851577/">
    <title>&quot;stoned&quot; oder Im Rausch gesteinigt ...</title>
    <link>http://olimdevona.twoday.net/stories/2851577/</link>
    <description>Während im Norden die Bundesmörder einen ruhigen Dienst schieben, haben die Talibs im Süden den dortigen Truppen eine ganz besondere Szenerie für ihren Krieg gebaut. Spass soweit das Auge reicht... nur die Kanadier scheinen das nicht lustig zu finden. &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,443328,00.html&quot;&gt;Hier&lt;/a&gt; geht es zur Canabisfalle. &gt;&lt;a href=&quot;http://sonner.antville.org/stories/1495257/&quot;&gt;via&lt;/a&gt;&gt;</description>
    <dc:creator>Olim-devona</dc:creator>
    <dc:subject>vom sofa in die Unterwelt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Olim-devona</dc:rights>
    <dc:date>2006-10-25T17:20:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://olimdevona.twoday.net/stories/2636497/">
    <title>Alles eine Milieufrage?</title>
    <link>http://olimdevona.twoday.net/stories/2636497/</link>
    <description>Die Psychanalytiker beschäftigen sich seit etwa einem Jahrhundert mit den Fragen der menschlichen Natur.  Ein etwas derberer&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kaspar_Hauser&quot;&gt; Praktiker in Ansbach &lt;/a&gt;hatte sich schon vor Jahrhunderten damit beschäftigt. Ja und erst die Griechen, ein ganz &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Gerome_-_Diogenes.jpg&quot;&gt;bodenloses Faß&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun durfte ich erfahren, dass sich manchmal ganz &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Streptokokken&quot;&gt;böse Buben&lt;/a&gt;  im Scheidenmilieu befinden und nur darauf warten, &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kairos&quot;&gt;ihre Chance zu ergreifen&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei etwas weiterem Nachdenken, mußte ich feststellen, dass wir alle irgendwann mal das Scheidenmilieu kennengelernt haben. Es kann also  in diesem Fall wohl nicht am Milieu liegen. Also nicht am Scheidenmilieu...</description>
    <dc:creator>Olim-devona</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Olim-devona</dc:rights>
    <dc:date>2006-09-07T08:51:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://olimdevona.twoday.net/stories/2633396/">
    <title>1001 Nacht</title>
    <link>http://olimdevona.twoday.net/stories/2633396/</link>
    <description>ist was anderes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neulich machte uns  &lt;a href=&quot;http://diegestundetezeit.twoday.net/stories/2618461/&quot;&gt;dede&lt;/a&gt; darauf aufmerksam, dass in Köln ein paar lustige Jungs eine lustige kleine &lt;a href=&quot;http://www.pascha.de/&quot;&gt;Untergrundkaschemme&lt;/a&gt; mit hochherrschaftlichen Namen führen. Beim genaueren Observieren durfte ich feststellen, dass die Untergrundgags am laufenden Band produzieren u.a. &lt;a href=&quot;http://www.pascha.de/bilder/news/contest2.jpg&quot;&gt;diesen hier&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da scheint jemand sehr viel Spass zu haben, den Untergrund publikumswirksam zu machen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naja, wenns Spass macht...</description>
    <dc:creator>Olim-devona</dc:creator>
    <dc:subject>vom sofa in die Unterwelt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Olim-devona</dc:rights>
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  <item rdf:about="http://olimdevona.twoday.net/stories/2082891/">
    <title>Lehrmeister Lynch</title>
    <link>http://olimdevona.twoday.net/stories/2082891/</link>
    <description>Gerade erreichte mich diese Nachricht einer Kollegin. &lt;br /&gt;
Im Folgenden geht es um eine Säuberungsaktion unter einer Zigeunergruppe im Elsaß, die Richter Lynch im Mitteleren Westen nicht besser hätte machen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;&quot; Zippo-Attacke&quot;&lt;br /&gt;
Frankreich: Die &quot;Wracks&quot; [ Zigeunerwohnwagen] abzuschleppen wäre der Kommune schlicht zu teuer gekommen. Als Mann der Tat beschloss Michel Habig, der Bürgermeister des elsässischen Dorfes Ensisheim bei Colmar, die 14 Wohnwagen einer nicht genehmigten Siedlung kroatischer und rumänischer Roma kurzerhand abzufackeln. Das geschah im Januar. In der vergangenen Woche wurde er wegen &quot;Zerstörung von Gütern mit gefährlichen Mitteln&quot; zu sechs Monaten Haft auf Bewährung und 5.000 Euro Geldstrafe verurteilt.&lt;br /&gt;
Die &quot;Säuberung&quot; habe er auf den &quot;Druck der Bevölkerung&quot; hin veranlasst, sagte Habig der Tageszeitung l´Alsace. Tatsächlich hatten sich tausend Einwohner auf einer Unterschriftenliste für das Vorgehen ihres Bürgermeisters ausgesprochen. Auch bei der Verhandlung in Strasbourg füllten seine Anhänger den Gerichtssaal. Die vier an der Tat beteiligten Polizisten wurden freigesprochen. Einer von ihnen hatte nach der Tat im Internet Fotos von der Brandstiftung veröffentlicht und dazu angemerkt, er habe eine seiner Phantasien realisieren dürfen: eine &quot;Zippo-Attacke&quot; auf ein Zigeunerlager.&lt;br /&gt;
&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kommt man also auf dem Weg vom Sofa in die Unterwelt mit einer Bewährungsstrafe davon. Hätte, hätte [er ein Villenviertel angezündet, einen Supermarkt ausgeräuchert, eine Firmenzentrale ausgebombt ... naja] liegt im Bette</description>
    <dc:creator>Olim-devona</dc:creator>
    <dc:subject>vom sofa in die Unterwelt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Olim-devona</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-29T08:54:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://olimdevona.twoday.net/stories/1661017/">
    <title>Es tanzt ein Bi-ba-butzemann ...</title>
    <link>http://olimdevona.twoday.net/stories/1661017/</link>
    <description>&lt;cite&gt;Es tanzt ein Bibabutzemann in unserm Haus herum, fidebum!&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das, was sich hier so nach Kinderidylle anhört, ist im eigentlichen Sinne, laut Wörterbuch des Aberglaubens ganz anders zu verstehen: der Butzemann --  Bojse Mann ist der Böse Mann! In der Schweiz heißt er Buschebau, in Östererreich mal so, mal so. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und uns wird eingetrichert, die Eltern sollen ihre Kinder nicht mit Angstmachen erziehen. Dabei drohte mein Opa immer ganz schamlos, wenn wir nicht schlafen wollten,  im Kohlekeller sei  das Bett schon für uns gemacht. Er würde, wenn wir nicht aufhören, einen von uns da rein schicken! Die Unterwelt, jaja, damit macht  den Kindern gerne Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich singe ab jetzt für meine Kinder verständlicher: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Es tanzt ein richt&apos;ger Schei - heiß Kerl in unserm Haus herum, rattatum!&lt;/cite&gt;</description>
    <dc:creator>Olim-devona</dc:creator>
    <dc:subject>vom sofa in die Unterwelt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Olim-devona</dc:rights>
    <dc:date>2006-03-06T16:58:05Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://olimdevona.twoday.net/stories/1649585/">
    <title>Gaunergrammatik</title>
    <link>http://olimdevona.twoday.net/stories/1649585/</link>
    <description>Dem Sprach- und Kulturgelehrten Shlomo a Lurion war fad. Seine Studierstube roch ihm nach arg verschimmelten Gedanken. Die Schriften auf losen Blättern Papier lagen überall herum, hatten für ihn aber keinerlei Bedeutungen. Wilhelm Mühlmann, Richardt Thurnwaldt und deren Rumgeseiere über menschliche Urkonstanten. Die einizge Urkonstate von Shlome a Lurion war, dass ihm fad war. Er brauchte Abwechslung! Wie oft hatte er schon die Matrizen angehört, auf denen er Mundarten der Gauner sammelte? Hunderte Male! Zugegeben, es war auch eine stattliche Wörtersammlung fremder Gaunersprache dabei herausgekommen aber pf! das Ganze ergab doch nichts, absolut nichts vernünftiges. Er brauchte mehr, mehr Geschichten, mehr Sätze, mehr Wörter. Er brauchte sie von allen, von den Nutten, huhh waren die heiß, wenn man ihnen die eine oder andere Mundart herauslocken wollte, den fahrenden Handwerker, bei denen die Fäuste locker saßen, den herumziehenden Wandermönchen, die mit ihren Penisringen nicht nur die Frauen auf dem Land in heilige Liturgien versetzen konnten, den fahrenden geheimniskrämerischen Juwelieren, er brauchte Sprachmaterial von allen. Das war das Leben! darin konnte er sich baden, nicht in diesem sterilen Theoretikerjargon der ängstlichen Sesselfurzer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so schloss er das Zimmer in seinem Wohnviertel sorglos zu und ging durch die geschäftigen Straßen in der Nachmittagssonne in das Bahnhofsviertel. Darin lag eine Kneipe, eine ganz besondere Taverne, in der sich Hinz und Kunz trafen. Leute aus der Diebesgilde, den Kesselflickern, den Bettlern, den Babyhändlern, kurz alle, die neben zwielichtigen Geschäften auch gleich noch zwielichtige Ausdrucksweisen hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tür ging auf und er trat in eine weitgehend stille Kneipe. Für die Massen war es noch zu früh, die mußten zuhause noch nach dem Rechten sehen und das von ihren Frauen bereitete Mal einnehmen. Mit nüchternem Magen trinkt es sich nicht gerne!&lt;br /&gt;
Nur Gadar Schwarz, der Narr war da. Shlomo ging zu ihm, er bekam wieder diese geilen Schweisshände, die er immer bekam, wenn er Unbekannten gegenübertrat und Wissen zu finden hoffte. &lt;br /&gt;
&quot;Hallo, meine Name ist Shlomo!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Hmm!&quot; murrte der Hospitalismusfreak Gadar.&lt;br /&gt;
&quot;Ich brauche Wörter, deine Wörter aus deiner Sprache!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Hmm, bekomm ich dafür ein Bier?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Na klar!&quot; Schlomo freute sich, er hatte wieder einmal einen Untergrundler an der Angel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Also!... &quot;, begann er  freudig erregt auf Gadar einzuquatschen, der seinen Körper immer mehr nach vorn und nach hinten wippen ließ. Das war kein gutes Zeichen, vor allem war es das totsichere Zeichen, dass Gadar ihm gar nicht zuhörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Nun ja&quot;, bemerkte Schlomo, als er sah, dass alles Reden sogar an der Tapete abprallte, und die war sonst recht verständig, jedenfalls in Schlomos Augen. &quot;Dann versuchen wir es doch auf deine Weise! Erzähl mir einfach eine Geschichte!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da fing Gadar an: &quot;Was soll ich Dir Oberschlaumeier schon erzählen? Passiert ja so nicht viel hier Aber heute, da bin ich in der Strasse der Juweliere gewesen. Da gab es eine Braut, Mann! die hatte Titten, so geile Möpse, dass ich volle Kanne einen Steifen bekommen habe. Dann schaue ich runter auf ihren Arsch und was sehe ich? Zwei pralle feste kleine Berge und die Gegend um die Fotze, die wölbte sich schön nach vorn. Hm, ich war gespannt wie ein Flitzebogen. Aber was solls war eh für die Katz. Ihr Kätzchen schnurrt eh nur  für die die Reichen! Kriegt ja von ihrem Alten auch die nötigen Penunzen, für ihren Spaß. Ha, soll sie nur machen, ist ja noch nicht unter der Haube, kann se sich ja noch ausprobieren.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlomo war begeistert. Ein Kollege, Lutz der Hammer, hatte ihm schon vor Jahren zu dieser Technick geraten. Er nannte es orale Geschicht bei oral musste Schlomo immer an die Foltermethoden der Mädels aus dem Internat denken. Die wandten sie aber komischerweise nur bei den bebrillten Leseratten an. Naja jetzt hatte sie sich gelohnt. Er hatte zwei Fliegen mit einer Klatsche erlegt. Erstens hatte er einen Teil des Alltages aufgenommen, zweitens hatte er wieder seine Wortliste geheimer Gaunersprachenwörter vervollständigt: &lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;
Oberschlaumeier, &lt;br /&gt;
Braut, &lt;br /&gt;
Titten, &lt;br /&gt;
Möpse, &lt;br /&gt;
volle Kanne, &lt;br /&gt;
einen Steifen, &lt;br /&gt;
Arsch, &lt;br /&gt;
Fotze, &lt;br /&gt;
gespannt sein wie ein Flitzebogen, &lt;br /&gt;
schnurrendes Kätzchen, &lt;br /&gt;
Penunzen, &lt;br /&gt;
unter der Haube&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

Er würde jetzt Heim gehen und in die Wörterbücher schauen. Wochen der ausgefüllten Arbeit lagen vor ihm. Er freute sich unbändig. Er war auf seinem Weg zur Gaunergrammatik wieder einen Schritt näher gekommen.</description>
    <dc:creator>Olim-devona</dc:creator>
    <dc:subject>vom sofa in die Unterwelt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Olim-devona</dc:rights>
    <dc:date>2006-03-03T19:45:51Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://olimdevona.twoday.net/stories/1318020/">
    <title>Alle schauen zum Himmel!</title>
    <link>http://olimdevona.twoday.net/stories/1318020/</link>
    <description>Da regt sich doch morgen was. Der eine erwartet Schnee zu sehen. Der andere schaut nach dem Rentierschlitten. Der nächste erwartet eine Erscheinung vom Christkind. Alle erwarten irgendetwas von da oben. &lt;br /&gt;
Nur ich schaue immer wieder in die Unterwelt.. hätte ich hier beinahe gefrötzelt aber nein, darum soll es jetzt nicht gehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neulich, nach einem klitzekleinen Arbeitstreffen  mit sehr gut befreundeten Kollegen: die eine Ungarin, die andere Türkin. Da wünscht man doch ein Gutes Neues Jahr und läßt der Muslima zu Liebe die Christgeburt unter den Tisch fallen. Blöder Quatsch. Jesus ist bei denen auch ein Prophet, dachte ich mir später, seine Geburt auch ein Ereignis, nur eben kein Fest. Ich bekam von beiden ein schönes Fest gewünscht und konnte mir aussuchen, was sie meinen: Weihnachten, den kürzesten Tag des Jahres bereits überstanden zu haben, den Jahreswechsel, die heiligen drei Könige, kommendes Opferfest (&lt;a &gt;Qurbon Hayit&lt;/a&gt;) der Muslime (oh Gott hoffentlich sehen wir uns früher).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder eine mail an einen anerkannten Zigeunerforscher, er selbst jüdischer Abstammung. Auch hier lieber gar nichts gewünscht, aus Verlegenheit. er schrieb ein vollmundiges Wunschprogramm zurück. Scheisse, dachte ich mir, also noch einmal heute mail schreiben, irgendeinen Vorwand finden und darauf einen ganzen Schwanz von Glückwünschen hängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich mit meiner Frau den Tag besprach --(wir machen es immer wie in einer freien Schule - na liebe Kinder, was wollt ihr heute denn lernen? - wie man Lehrerinnen einkocht!!) --fragte ich tatsächlich die Frage, ob ich denn eine Glückwunschrundmail schicken solle... peinlich peinlich  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mann, wann ist diese unsichere Zeit endlich vorbei? Wann kann ich endlich wieder über anderes nachdenken, zum Beispiel über die Unterwelt ... ?</description>
    <dc:creator>Olim-devona</dc:creator>
    <dc:subject>vom sofa in die Unterwelt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Olim-devona</dc:rights>
    <dc:date>2005-12-23T09:19:47Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://olimdevona.twoday.net/stories/1282898/">
    <title>Tagtraum</title>
    <link>http://olimdevona.twoday.net/stories/1282898/</link>
    <description>Es war ein herrliches Land, die meisten Monate war es warm, manchmal heiß aber da Bernd in den Gefängnismauern zu tun hatte, die immer eine nette Kühle abgaben, war es sogar in der Hitze erträglich. Die Sprache war auch gar nicht so schwer, man war ja schließlich quasi Sprachverwand: &quot;Terapia-e dasti  shabva in germanecba shudmi?&quot; Hieß soviel wie: &quot;Hat der deutsche Gefangene schon seine manuelle Therapie gehabt?&quot; Darauf kam dann immer die Antwort, &quot;In shabva se shor mahal&quot; &quot;Heute Nacht waren es drei vier mal!&quot; Früher hatte Bernd diese manuellen Therapien selbst anlegen dürfen. Das waren andere  Zeiten. Er war beschäftigt damals im Stasigefängnis in Hohenschönhausen und wohnte gleich nebenan. Damals gab es da mehrere Methoden und Behandlungsräume. Aber das zählte seit der Vereinigung als Folter und durfte nicht mehr angewandt werden. Deshalb wurde diese Ermittlungsmethode out-ge-sourced wie man so schön neudeutsch sagt  und Bernd hatte nur noch die Früchte der Entwicklungsarbeit zwischen den Partnern zu ernten. Das war ein Deal, auch wenn es ihn nicht glücklich machte, weil Bernd manchmal das Gefühl hatte, dass die Tadschikejn es nicht richtig machen, also schon richtig aber eben nicht so gründlich wie er vorgegangen war, früher. Auch passten sie nicht so genau auf beim Zuschlagen. Man konnte doch immer wieder Spuren ihrer Gewalt erkennen. Naja, aber die neuen Regel zwangen einen eben auch zu Kompromissen. Aber als er das von seinen amerikanischen Kollegen gehört hatte, dass sie wieder sich auf sich selbst verlassen würden, das beeindruckte ihn. Die Jungs, obwohl er mit seiner antifaschistischen Ausbildung eigentlich nicht so besonders gut auf die Amis zu sprechen war, die Jungs würden das einzig Richtige machen. Willst du was wissen, reicht es nicht von Ferne zu lauschen. Willst du was wissen, mußt du beim Stromstoss schon dein Ohr in der Nähe des Terroristen haben! Naja, egal man konnte nicht alles haben. Wenigstens war er in einem schönen Land. Die Berge waren im Sommer schneebedeckt, die Almen der Berge  kannten tausend Farbspiele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde Mittag der Tee und eine Netzmelone wurden zur Erfrischung gebracht. Er wollte danach gleich anfangen, die Folgen der manuellen Therapie auszunutzen und in den Ermittlungen fortzufahren. Er war ja schließlich nicht zum  Schwärmen hier. Aber die Arbeit machte eben Spass, dass fühlte Bernd sehr genau. Er stoß die Tür auf und zwei dieser ängslichen Terroristenaugen starrten ihn an. Der mußte doch wissen, das er von Bernd nichts körperlich zu befürchten hatte! Naja, die lernens eben nie...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Autsch! Bernd zuckte zusammen. Er hatte sich gerade seine Finger an einer Zigarette verbrannt,  die er sich angezündet hatte, bevor der Tagtraum ihn übermannte. Er saß in seiner Zweizimmer Wohnung in Berlin Hohenschönhausen und starrte aus dem Fenster auf seine ehemalige Arbeitsstelle, das Stasigefängnis. Er beneidete seine Exkollegen vom BND, die konnten noch richtig arbeiten. Er selbst hatte durch die Geburt am falschen Ort keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt der Folterer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mann! Das war &apos;nen Traum, er in Tadschikistan und endlich wieder arbeiten! Bernd war seit mehr als zehn Jahren qausi arbeitslos. Er war bei mehreren Wachschutzfirmen gewesen aber das war alles nichts, seit Harz IV bekam er fast genauso viel wie bei  Zeitarbeitsfirmen. Bernd machte sich eine Kaffee und schaute aus dem Fenster. Vor ihm das Stasigefängis Hohenschönhausen. Das waren Zeiten damals...</description>
    <dc:creator>Olim-devona</dc:creator>
    <dc:subject>vom sofa in die Unterwelt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Olim-devona</dc:rights>
    <dc:date>2005-12-15T19:29:32Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://olimdevona.twoday.net/stories/1273052/">
    <title>Harut und Marut</title>
    <link>http://olimdevona.twoday.net/stories/1273052/</link>
    <description>Harut und Marut, so erzählen viele muslimische Dichter, waren zwei Engel, die sich vor Gott wunderten, warum die Menschen sich denn auf der Welt so versündigten. Darauf antwortete Gott: Ich Habe Den  Menschen Zehn Begierden Gegeben, Wenn Ihr Diese Begierden In Euch Spüren Würdet, Ihr Würdet Genauso Handeln!&lt;br /&gt;
-Nee, erfrechten die Engel sich da zu sagen. Wenn wia in det Erdenraisch kommen würden, wir koennten den Typen da unten lehren, wat jutet Benehmen bedeutet! Da sagte Gott: ACHSO? und sandte sie auf die Erde, ihren sich selbst auferlegten Dienst zu erfüllen. Er gab ihnen zum Abschied den 100. Namen Gottes mit. Wenn sie den ausrufen würden, würde sich für sie der Himmel öffnen und sie könnten zurückkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also machten die Engel ihre Flügel noch son bissel schick und stiegen die Gangway runter auf die Erde. Sie kamen irgendwo bei Babel an und freuten und wunderten sich über die Menschen. Es dauerte nicht lang und die Jungs bekamen eine Frau zu Gesicht. Die hieß wohl Zuhra. Sie fanden diese ganz sympathisch und vergnügten sich mit ihr. Sie gab ihnen Wein zu trinken und sie hauten mächtig auf die Kacke. Bis Zuhra ihnen von ihrem Ollen erzählte, der sie wohl ständig nerven würde. Nix für ungut, dachten sich da die Engel, der Typ muß weg. Und schnipps hatten sie den ersten Mord auf dem Kerbholz. Als sie dann noch weiter soffen und den Macker machten, da verrieten sie dem Zuhralein den Namen Gottes, der einen zu Himmel fahren lassen kann. Sie hatte gerade nichts besseres zu tun, rief den Namen laut aus und fuhr gen Himmel, in dem sie sich in einen Abendstern verwandelte. Gott aber war fürchterlich sauer und sagte den Engel: Also Jungs Paßt Auf! Ihr Könnt Wählen Zwischen Der Strafe In Meinem Reich, Die Ewig Währt Und Der Strafe Im Erdenreich, Die Irdisch Währt! &lt;br /&gt;
Hmm, grübelten da die Engel und entschieden sich für eine Erdenstrafe. So wurden sie in einen Brunnen gehangen, ein paar Zentimeter über dem Wasserspiegel. Hier dürsteten und quälten sie sich. Aber nix für ungut, dachten sich da die Teufelskerle, und sie lehrten diejenigen, die dem Brunnen näher kamen, die Zauberei, die in ihr himmlisches Curriculum gehörte. Und so kam die Zauberei in die Welt und Harut und Marut von ihrem himmlischen Sesselfurzerjob in ihre kleine private Unterwelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Moral von der Geschicht: die gibt es nicht?</description>
    <dc:creator>Olim-devona</dc:creator>
    <dc:subject>vom sofa in die Unterwelt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Olim-devona</dc:rights>
    <dc:date>2005-12-14T11:07:02Z</dc:date>
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