Montag, 16. Juni 2008

wer sagt das pornokanäle kein Bildungsfernsehen sind?

Habe gerade das hier in einem bekannten Internetkanal gefunden. War aber auch auf der etwas berühmteren Plattform mit den fast gleichen Namen zu haben, der Unverfänglichkeit wegen also von hier.

Komisch manchmal kommt man an sowas nicht vorbei....

Sonntag, 15. Juni 2008

Entdeckung in der Posie

Vor ein paar Tagen fischte Dorothea aus der Papiertonne einen größeren Posten DDR Magazine der 1970er und 1980er Jahre. Darunter ein Heft Neues Leben aus dem Jahre 1974 (1). Dort fand ich diese Ganzleistung modernen Denkens und ungetrübter Zukunftslust. Ein Meisterwerk des Schreibens zwischen den Zeilen.


Entdeckung in der Posie

Die Lieb ist ein bevorzugtes Thema junger Poeten. Aber geben nicht auch andere Erlebnisbereiche Stoff und Anregung her, zur Auseinandersezung mit den Mitteln der Poesie? Wir wollen diese Frage nicht theoretisch beantworten. Das Wort hat Jürgen Ködlitz, Teilnehmer am letzten Schweriner Poetenseminar.

Erwartung

Wenn das neue Jahrtausend beginnt,
springe ich als einundsechzugjähriger Knabe
über Vorgartenliguster und fliege
-- ein Propeller auf den Rücken geschnallt --
über die Dächer der Stadt.
Auf einem Schornstein laß ich mich nieder,
wickle mein Frühstücksschnitzel aus,
nach neuestem Polymerisationsverfahren gezüchtet.
Dann fliege ich mit den Sperlingen
um die Wette,
schlage überm Balkon meiner Enkel
drei Purzelbäume in der Luft,
lande und erzähle ihnen,
wie ich in der Lehre
meinen ersten Schlüssel feilte.
Sie lachen sich kaputt
über eine Zeit,
die so viele Schlösser benötigte.

Dienstag, 1. April 2008

seit 46 Jahren

Helen Thomas ist 87. Ihr Job ist es seit Anfang der 60er Jahre die Zeitungen mit ein oder zwei Kolumnen zu füttern. So bringt sie ihre Tage rum, als Kolumnistin des Weißen Hauses. Der Journalist und Fotograf Pontus Hook hat sie interviewt und eine kleine aber feine Slideshow daraus gemacht.

Mittwoch, 19. März 2008

chinesisches Massaker

bewaffnete chinesische Kräfte haben im Kloster Kirti, Provinz Setschuan, ein Massaker unter den Mönchen verübt. Dies ist ein harter Beweis, dass alle Behauptungen der chinesischen Regierung, Zurückhaltung geübt zu haben, platte Lügen sind.

Fünf der Toten sind namentlich bekannt:
Gepan Thalho, 64
Gagam, 40
Norbu, 17
Lhotse, 25
Tashi Wangchig, 27
Die anderen sind nicht identifiziert.

Diese Informationen müssen sich so weit wie möglich verbreiten, um der Weltöffentlichkeit klarzumachen, dass die chinesische Regierung in Tibet einen Völkermord verübt.

Donnerstag, 6. März 2008

Mimetische Gewalt

Die Nachahmung, die Mimesis dessen was geschehen ist und dessen was geschehen könnte, dass ist Grundlage einer Jahrtausende Alten Kunst. Der Kultur des Spiels, die Huizinga in seinem Buch "Homo ludens" so plastisch beschreibt, ist jungen Tieren und jungen Menschen besonders eigen. Dadurch lernen sie motorische Fähigkeiten, Schnelligkeit und Behendesei, Kombinierungsvermögen usw. Ne breite Pallette Sinn also in der Ganzen Packung. Oft halten solche Spiele uns Erwachsenen aber auch den Spiegel vor.

Auf eindrucksvolle Weise kann das Tim Thussin ein Photojournalist in einer Diatonschau belegen.

"Kids with guns", erschreckend und faszinierend zugleich.

Montag, 3. März 2008

Helden auf dem Hinterhof.

Eine lustige Art der Geschichtsbewältigung berichtet der ABV Blog aus Leipzig. Das erinnert mich an eine Geschichte, die ich aus Chimkent dem Süden Kasachstans gehört habe. Hier hat man wie (naja fast) überall die vormaligen Helden der russischen Revolution von den Sockeln geholt. Diese hat man jedoch auf ebener Erde im Stadtpark aufgestellt. Lenin weist dort mit seinem rechten Arm nicht mehr in die Zukunft, sondern auf das Klo im Stadtpark. So also sieht die Rache der Enkel der Revolution aus.

Montag, 4. Februar 2008

Lustiger Untergrund

Wowow, gerade habe ich das hier über Herrn Basic's Seite gefunden. Echt tolle Idee.



So lustig kann also die Arbeit des Untergrundes sein. Ja, na dann mal fein Weitermachen mit der Entertainment Arbeit im Untergrund.

Dienstag, 1. Januar 2008

Willkommen, Herr ... ! Falsche Freunde bei der Bahn...

Das Jahr 2008 wird sicherlich das Jahr der Vorratsdatenspeicherung...
Komisch, das so ein alter Hut mich hier zum Schreiben bringt, denn bislang habe ich mich aus der Debatte blogtechnisch herausgehalten, da ich andere kenne, die das stimmengewaltiger und substanzieller tun. Ich muss auch zugeben, dass ich aus der Soll und Haben Perspektive des Datenschutzes immer meinen Dispokredit überziehe. Doch ich habe Freunde, die das anders sehen... Und bei denen höre ich dann Sachen, sie hätten ihren Handyvertrag gekündigt, wegen "Bewegungsprotokolle herstellen können", ab heute und so. Denke ich mir, nur gut, dass ich kein Handy habe! Und dann Bahncard 25 gegen 50er eintauschen, wegen Automatenkauf und keine Abspeicherung von Fahrkartenkäufen bei der Bahn. Nur gut, denke ich mir, dass ich sowas auch habe, also eine Bahncard 50 meine ich!

Nun muß man wissen, dass ich etwa mindestens zwei Mal in der Woche vor so einem Automaten stehe. "Kannst du doch ooch online machen", sagen die Schlaustberger jetzt sicherlich. Aber die sind auch etwas organisierter als ich. Da ich total unorganisiert bin, eigentlich liebe ich eher den Ausdruck spontan, stehe ich also immer etwa 5 Minuten vor Abfart des Zuges vor dem Automaten. Nun denkt sich die Bahn für ihren Fahrkartenkauf aber auf dem Display des Automaten immer was Neues aus! Super, denke ich jedes Mal, wenn meine flinken Finger gestoppt werden. Da hat die Bahn sich wieder mal 'nen teuren Logistiker geleistet, der für etliche tausend Euro den Fahrkartenkauf um eine Spur komplizierter macht!

Komme ich also neulich zum Automaten bei der Bahn, Tickets im Sylvesterverkehr. Aha, schon wieder durchzuckt es mich. Das Display wurde geändert. Ich also auf Expresskauf, jetzt aber Ballett, denke ich, die Diesellok pustet auf dem Bahnsteig schon ihre Rohre frei... Nach dem "Expressverkauf" gleich die Frage, ob ich Bahncard habe. Jau, tippe ich und freue mich schon, gleich sagen zu dürfen, 50 Prozent bitte, subito! Nix da! Sagt dieser verkackte Automat doch bitte, "'na dann stecken Sie mal die Bahncard ein!" Ich staune mir eins. Wieso meine Bahncard? Ich bin aber gehorsam und stecke sie in den Automatenschlitz. Sagt darauf doch der Automat mit seiner Anzeige: "Willkommen Herr Undwieichheisse!" Was für eine Frechheit! Will ein Automat auf einem kalten Bahnsteig zu mir sagen, "Willkommen Herr Undwieichheisse!" Obwohl ich weiss, dass ein jeder Automat mit so 'nem Job auf 'nem zugigen Bahnsteig denkt: "Ey du Sackgesicht! Watt' willst Du denn hier so auf die Fixe von mir, laß mich in Ruhe!" Aber dieser neuerlich von der Bahn dressierte Automat sagt ganz freundlich "Willkommen!" und meint doch was ganz anderes. Aber sicherlich nicht "Willkommen Terrorist!" was die Bundesregierung jetzt dann gleich wieder argumentieren würde, sondern: "Willkommen Scheiss Kunde! Nun erhöhe ich nicht nur jeden dritten Monat die Fahrpreise um soundsoviele Prozentchen. Nein ick will Dir auch noch in dein Sackgesicht sagen, dass ich deine Daten sammle, um Dich als Kunde noch besser ausnehmen zu können." Klartext: Horch die gläsernen Kunden nicht mehr aus, befrage sie nicht ständig, sondern hole Dir die Daten, wie es Dir passt, schließlich warst Du ja auch mal ein Teil vom Bund....

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Olim ist ein arabischer Vorname, der sich aus der Silbe ilm ableitet und soviel heißt wie der Wissende oder Wissenschaftler. Ich habe den Namen 1994 in Buchara verliehen bekommen und ein Jahr später angefangen, Mittelasienwissenschaften zu studieren. Das tue ich heute immer noch im fortgesetzten Stadium. Devona ist ein Wort das man fuer verrückt, entrückt, weggetreten benutzen kann. Es hat immer irgendwie mit Liebe zu tun, zu den Menschen, zum Leben, zu Gott. Naja und das zusammen macht die Figur Olim devona aus. Manchmal schlüfe ich in sie hinein und fuehle mich dann total devona.

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